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Impfungen von Frettchen


    Staupe (Canine Distemper/Carré-Krankheit)

Das Staupevirus ist ein Morbillivirus und gehört zur Gruppe der Paramyxoviren. Es kommt weltweit vor. Staupeviren befallen Fleischfresser wie Hunde, Frettchen, Marder, Skunks, Robben, Wölfe und Füchse. Sie werden von infizierten Tieren mit allen Körperflüssigkeiten ausgeschieden, so dass eine Übertragung von Tier zu Tier aber auch durch den Menschen als Vektor möglich ist. Somit sind auch in der Wohnung gehaltene Frettchen nicht vor einer Ansteckung geschützt.

Die Symptome sind vielfältig, da es verschiedene Formen der Staupe gibt. Häufig ist das Frettchen schlapp, frisst wenig und hat Fieber. Es kommt zu wässrigem Nasen- und Augenausfluss, der schnell eitrig werden kann. Am Kinn, im Bereich des Anus und in der Leistengegend treten wunde Stellen auf. Je nach Form der Staupe kommt es dann zu wässrigem Durchfall und Erbrechen, zu Atemproblemen mit Husten und Schnupfen in Folge einer Lungenentzündung oder zu Nerven- und Gehirnschädigungen, die sich durch Speicheln, Krämpfe, Anfälle, Bewegungs- und Sensibilitätsstörungen zeigen.

Die Grundimmunisierung von Welpen sollte in der 8. bis 10 Lebenswoche stattfinden und nach 4 Wochen wiederholt werden. Die Grundimmunisierung von erwachsenen Tieren sollte einmalig, bevorzugt vor der Ranz, stattfinden. Die Wiederholungsimpfungen finden jährlich statt.

 

Tollwut

Tollwut wird durch eine Infektion mit Rhabdoviren verursacht und verläuft fast immer tödlich. Die flächendeckende Köderimpfung der Fuchspopulation konnte die Wildtollwut in Deutschland stark zurückdrängen, so dass heute nur noch wenige Fälle auftreten. Sollte sich jedoch ein Frettchen mit Tollwut infizieren, muss es getötet werden, da eine Infektionsgefahr für Menschen besteht. Eine Behandlung von verdächtigen, nicht geimpften Tieren ist verboten. Das Virus ruft eine meist tödlich verlaufende Gehirnentzündung hervor. Das Virus überträgt sich durch den Speichel eines erkrankten Tieres. Dann verbreitet sich das Virus über die Nervenfasern bis in das Rückenmark und gelangt von dort aus ins Gehirn. Im Gehirn ruft das Tollwutvirus eine Entzündung hervor, die dazu führt, dass das Frettchen die tollwuttypischen Symptome zeigt. Je nach Form sind dies: abnormes Verhalten, Beißwut, Lähmungen und Krämpfe, Schluckbeschwerden.

Nach der neuen EU – Rechtsprechung, müssen Frettchen, die mit ins Ausland verreisen, den neuen EU-Heimtierausweis bekommen, gegen Tollwut geimpft sein und per Mikrochip gekennzeichnet sein. Zudem ist die Tollwut-Impfung bei Frettchen mit jagdlichem Einsatz sinnvoll.

Die Grundimmunisierung von Welpen sollte in 12. Lebenswoche stattfinden und nach 4 Wochen wiederholt werden. Die Grundimmunisierung von erwachsenen Tieren sollte einmalig, bevorzugt vor der Ranz, stattfinden. Die Wiederholungsimpfungen finden jährlich statt.

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Copyright © 2016. Tierärztliche Praxis | Dr. med. vet. Tanja A. Domurath | Friedrich-Ebert-Straße 94 | 47800 Krefeld